Fernwärme funktioniert wie eine große Zentralheizung für ganze Stadtteile. Die im Heizkraftwerk zentral erzeugte Wärme wird über ein unterirdisches Netz isolierter Rohrleitungen als heißes Wasser zu den Haushalten transportiert. Dort gelangt die Wärme über eine Übergabestation in das Heizsystem des Gebäudes. Anschließend fließt das Wasser abgekühlt zurück zum Heizkraftwerk, wo der Kreislauf von Neuem beginnt. Dieses geschlossene System sorgt für eine nachhaltige und komfortable Wärmeversorgung.
Bei Baumaßnahmen für Fernwärmeleitungen sind umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich, da für Vor- und Rücklauf stets zwei Leitungen verlegt werden müssen. Fernwärme kommt idealerweise dort zum Einsatz, wo eine hohe Wärmeabnahme besteht – in der Regel in dicht bebauten Gebieten. Beim Ausbau oder der Sanierung entsteht dadurch ein erhöhter Aufwand, da in diesen Bereichen meist zahlreiche weitere Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen vorhanden sind. Häufig sind Wärmeleitungen aus Platzgründen im Straßenkörper verlegt, daher ist eine Abstimmung im Hinblick auf die Verkehrsführung unerlässlich.
Einschränkungen für Verkehr und Anwohnende entstehen durch Straßensperrungen, Umleitungen, Baustellenlärm oder temporär eingeschränkten Zugang zu Gebäuden. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Versorgung langfristig sicher und effizient zu gestalten und künftig mehr Bürger:innen Fernwärme zur Verfügung stellen zu können.
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