Das Material der Kanäle hat allerdings nur eine bestimmte Lebenszeit und durch Erschütterung bzw. den Straßenverkehr, Baumwurzeln oder andere äußere Einflüsse kann es zu Beschädigungen am Kanal kommen. Ein weiterer Grund, warum ein Kanal ausgetauscht werden muss, ist die Kapazität. Wenn zum Beispiel neue Häuser entstehen, die zusätzlich Abwasser einleiten, oder mehr Regenwasser in den Kanal geleitet wird, reicht die Größe des Kanals nicht mehr aus, so dass er vergrößert werden muss.
Bei der Sanierung von Abwasserkanälen wird zwischen zwei verschiedenen Bauweisen unterschieden: die offene und die geschlossene Bauweise.
Bei der offenen Bauweise wird der Boden aufgebaggert, damit der Kanal freigelegt und erneuert werden kann. Hierfür ist es manchmal im Vorhinein nötig, dass Versorgungsleitungen (z.B. Wasser, Gas, Strom, Fernwärme, Glasfaser) umgelegt werden müssen, damit die Baufirma überhaupt an den Kanal herankommt. Die Sanierung eines Kanals in offener Bauweise ist meist dann notwendig, wenn der alte Kanal bereits einen großen Schaden aufweist, oder für die steigende Abwassermenge zu klein bemessen ist.
Bei der geschlossenen Bauweise wird der Kanal von innen heraus saniert. Diese Sanierung kann wesentlich schneller durchgeführt werden und ist außerdem kostengünstiger. Allerdings kann sie nur bei bestimmten Schadensbildern, z. B. bei Rissen oder undichten Muffen angewandt werden.
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